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Vakanzkosten-Rechner: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Eine offene Stelle taucht auf keiner Rechnung auf – und kostet trotzdem jeden Tag: liegengebliebene Aufträge, Überstunden im Team, Termine, die sich verschieben. Der Rechner macht diesen Betrag für Ihren Betrieb sichtbar. Kostenlos, ohne Anmeldung, nichts wird gespeichert.

1. Jahresbruttogehalt38.000 €

Was die nachzubesetzende Fachkraft im Jahr brutto verdient.

2. Arbeitstage pro Jahr250 Tage

In Deutschland im Schnitt rund 250 Tage.

3. Wichtigkeit der Stelle

Umsatzträger wie Meister:innen und erfahrene Gesellen wirken stärker auf das Ergebnis.

4. Zeit bis zur Nachbesetzung120 Tage

Gemeldete Stellen in Handwerksberufen waren 2025 im Schnitt 242 Tage unbesetzt, über alle Berufe 167 Tage (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

Ihre Vakanzkosten
36.480 €

entgangener Wertbeitrag über die gesamte Vakanzzeit

304 €Kosten pro Tag
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Was sind Vakanzkosten?

Vakanzkosten (englisch Cost of Vacancy) beschreiben den wirtschaftlichen Beitrag, der einem Betrieb entgeht, solange eine Stelle unbesetzt ist. Im Handwerk zeigt sich das ganz konkret: Ein Monteur fehlt auf der Baustelle, Aufträge werden später fertig oder gar nicht erst angenommen, das übrige Team macht Überstunden, und der Inhaber verbringt Abende mit Anzeigen und Bewerbungen statt mit Kalkulation und Kunden.

Diese Kosten stehen in keiner Buchhaltung als eigener Posten. Gerade deshalb werden sie unterschätzt – und gerade deshalb lohnt es sich, sie einmal grob zu beziffern.

So rechnet der Rechner

Der Rechner nutzt eine vereinfachte Fassung des Cost-of-Vacancy-Ansatzes, den der US-Personalexperte Dr. John Sullivan bekannt gemacht hat. Die Idee: Eine Fachkraft erwirtschaftet mindestens so viel, wie sie kostet – bei Umsatzträgern deutlich mehr.

  1. Wertbeitrag pro TagJahresbruttogehalt geteilt durch die Arbeitstage im Jahr. Bei 38.000 € und 250 Arbeitstagen sind das 152 € pro Tag.
  2. WichtigkeitsfaktorUmsatzträger wie Meister und erfahrene Gesellen wirken stärker auf das Ergebnis als unterstützende Rollen. Der Tageswert wird deshalb mit 3 (sehr wichtig), 2 (wichtig) oder 1 (weniger kritisch) multipliziert.
  3. Über die ganze VakanzzeitDer Tageswert mal die Tage bis zur Nachbesetzung ergibt die Vakanzkosten für die gesamte Lücke.

Zwei Rechenbeispiele aus dem Handwerk

EingabeGeselle SHKMeister Elektro
Jahresbruttogehalt38.000 €54.000 €
Arbeitstage pro Jahr250250
Wichtigkeitsfaktor×2 (wichtig)×3 (sehr wichtig)
Kosten pro Tag304 €648 €
Zeit bis zur Nachbesetzung120 Tage150 Tage
Vakanzkosten gesamt36.480 €97.200 €
Modellrechnung mit Beispielwerten. Gehälter und Dauer sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Durchschnittswerte.

Auch wenn Ihre echten Zahlen niedriger liegen: Schon ein Bruchteil dieser Beträge übersteigt in den meisten Fällen die Kosten einer professionellen Nachbesetzung. Was die unterschiedlichen Wege der Personalsuche kosten, vergleicht unser Ratgeber Personalvermittlung im Handwerk: Kosten.

Was die Zahl bedeutet – und was nicht

  • Eine Größenordnung, kein Kontoauszug: Das Ergebnis schätzt den entgangenen Wertbeitrag. Wie viel davon tatsächlich als Umsatz fehlt, hängt davon ab, wie gut Ihr Team die Lücke auffängt.
  • Nicht enthalten sind die Kosten der Suche selbst (Anzeigen, Vermittler, Zeit für Gespräche) und der Einarbeitung der neuen Fachkraft.
  • Der größte Hebel ist die Dauer: Jeder Tag, um den die Nachbesetzung früher gelingt, senkt die Vakanzkosten im gleichen Verhältnis.

Wie lange bleiben Stellen im Handwerk offen?

Die Bundesagentur für Arbeit misst, wie lange gemeldete Stellen unbesetzt bleiben. In Handwerksberufen waren es 2025 im Durchschnitt 242 Tage – deutlich mehr als über alle Berufe hinweg (167 Tage).2 Je nach Gewerk sieht es so aus:

GewerkMedian
(Engpassanalyse 2025)
Durchschnitt
(Berufsgruppe, 10/2025–09/2026)
Sanitär, Heizung, Klima120 Tage274 Tage
Elektro (Bauelektrik)109 Tage227 Tage (Energietechnik)
Dachdecker155 Tage280 Tage (Hochbau insgesamt)
Abgeschlossene Vakanzzeit gemeldeter Stellen auf Fachkraftniveau.3, 4

Für die Planung ist der Median der realistischere Wert: Die Hälfte der Stellen ist nach dieser Zeit besetzt. Der Durchschnitt liegt höher, weil einzelne Stellen sehr lange offen bleiben. Für Ihre Rechnung bieten sich daher Werte zwischen 110 und 250 Tagen an – je nachdem, wie gefragt das Profil ist und wie früh die Suche beginnt.

So senken Sie Ihre Vakanzkosten

  1. Sofort startenBeginnen Sie mit der Suche am Tag der Kündigung – die Kündigungsfrist ist Ihr Vorsprung. Was in den ersten Tagen zu tun ist, steht im Leitfaden Geselle kündigt – was tun?
  2. Profil schärfenEin klares Anforderungsprofil und ein realistischer Gehaltsrahmen verkürzen die Suche mehr als jede zusätzliche Anzeige.
  3. Aktiv ansprechenGute Fachkräfte sind selten auf Jobsuche. Direkte Ansprache erreicht auch die, die nur „offen für etwas Neues“ sind.
  4. VorsorgenMit dem Nachbesetzungsschutz ist die Suche organisiert, bevor sie nötig wird – zum festen Jahresbeitrag statt mit einer Provision vom Jahresgehalt.

Häufige Fragen

Was sind Vakanzkosten?

Vakanzkosten (Cost of Vacancy) sind der wirtschaftliche Beitrag, der einem Betrieb entgeht, solange eine Stelle unbesetzt ist – zum Beispiel durch verschobene oder abgelehnte Aufträge, Überstunden im Team und den Zeitaufwand für die Suche.

Wie berechnet man Vakanzkosten?

Vereinfacht: Jahresbruttogehalt geteilt durch die Arbeitstage ergibt den Wertbeitrag pro Tag. Multipliziert mit einem Wichtigkeitsfaktor (1 bis 3) und den Tagen bis zur Nachbesetzung ergeben sich die Vakanzkosten der gesamten Lücke.

Warum gibt es einen Wichtigkeitsfaktor?

Weil nicht jede Stelle gleich stark auf den Umsatz wirkt. Fehlt der einzige Meister oder ein erfahrener Monteur, stehen ganze Aufträge still; fehlt eine unterstützende Kraft, kann das Team die Lücke eher auffangen. Der Faktor bildet diesen Unterschied grob ab.

Wie lange dauert die Nachbesetzung im Handwerk?

Laut Bundesagentur für Arbeit waren gemeldete Stellen in Handwerksberufen 2025 im Durchschnitt 242 Tage unbesetzt, über alle Berufe 167 Tage. Der Median, nach dem die Hälfte der Stellen besetzt ist, lag 2025 etwa bei SHK-Fachkräften bei 120 Tagen, in der Bauelektrik bei 109 Tagen und bei Dachdeckern bei 155 Tagen.

Sind Vakanzkosten echte Kosten?

Sie tauchen nicht als Rechnung auf, wirken aber als entgangener Umsatz, Mehrarbeit und Verzögerungen. Der Rechner liefert eine Größenordnung zur Orientierung, keine exakte Kostenrechnung.

Die Lücke verkürzen, bevor sie entsteht.

Mit dem Nachbesetzungsschutz startet die Suche am Tag der Kündigung – organisiert von HUNTWORKER.

Quellen und Hinweise

  1. Cost-of-Vacancy-Ansatz nach Dr. John Sullivan; im Rechner vereinfacht (Gehalt statt Umsatz je Mitarbeiter, pauschaler Wichtigkeitsfaktor).
  2. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Handwerk“ (Vakanzzeit Jahresdurchschnitt 2025) – statistik.arbeitsagentur.de
  3. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025 (Mai 2026), Median der abgeschlossenen Vakanzzeit, Berufsgattungen 3421, 2621, 3214 – statistik.arbeitsagentur.de
  4. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Gemeldete Arbeitsstellen nach Berufen (Engpassanalyse), Deutschland, Berichtsmonat 09/2026, Berufsgruppen 342, 262, 321 – Tabelle (xlsx)

Vereinfachte Modellrechnung zur Orientierung. Die Werte stellen keine Zusage dar.