Gewerk: Elektrohandwerk

Elektroniker finden und nachbesetzen

Photovoltaik, Wärmepumpen, Ladesäulen: Das Elektrohandwerk hat so viel zu tun wie selten – und in keinem Handwerksberuf fehlen mehr Fachkräfte. Gehälter, Besetzungsdauer und der Ablauf der Nachbesetzung, wenn ein Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik kündigt.

Stand: Oktober 2026 · Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, des IW/KOFA, des ZVEH und der Bundesnetzagentur

Die Lage im Elektrohandwerk in Zahlen

16.270Fachkräfte fehlen rechnerisch in der Bauelektrik – die größte Lücke aller Handwerksberufe (2025)3
109 Tagebis die Hälfte der gemeldeten Stellen in der Bauelektrik besetzt ist (Median)4
227 Tagedauert die Besetzung in der Energietechnik im Durchschnitt; 66 % der Stellen sind länger als drei Monate offen5
43,5 %der E-Handwerksbetriebe haben offene Stellen (Herbst 2026)7

Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft hat die Bauelektrik die größte Fachkräftelücke aller Handwerksberufe; mehr als sieben von zehn offenen Stellen lassen sich rechnerisch nicht besetzen. Das Institut nennt den Beruf einen „Schlüsselberuf der Energiewende“.3 Auch die Bundesagentur für Arbeit führt die Bauelektrik in ihrer Fachkräfteengpassanalyse 2025 als Engpassberuf – mit dem höchsten Engpasswert der drei Gewerke, die wir hier vorstellen.4 Auf 100 gemeldete Stellen in der Energietechnik kommen nur 96 Arbeitslose.5

Was jeder Tag ohne Elektriker auf der Baustelle kostet, zeigt der Vakanzkosten-Rechner.

Was verdient ein Elektroniker?

Bruttomonatsentgelt, Vollzeitunteres ViertelMedianoberes Viertel
Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik (Fachkraft)3.335 €3.935 €4.738 €
Meister-/Aufsichtsebene Elektrotechnik4.747 €5.744 €7.021 €
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Stand 31.12.2025, Deutschland, alle Branchen und Altersgruppen.1, 2 Die Meisterzeile umfasst alle Aufsichtskräfte der Elektrotechnik.

Die Werte gelten für alle Branchen, also auch für Industrie und Energieversorger, die mit dem Handwerk um dieselben Fachkräfte konkurrieren. Als Untergrenze gilt im Elektrohandwerk ein allgemeinverbindliches Branchenmindestentgelt: 14,93 € pro Stunde seit Januar 2026, 15,49 € ab 2027 und 16,10 € ab 2028.8

Das Berufsbild

  • Ausbildung: Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk mit 3,5 Jahren Ausbildungsdauer; ein Schwesterberuf ist Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration.9
  • Meisterpflicht: Das Elektrotechniker-Handwerk ist zulassungspflichtig (Anlage A Nr. 25 der Handwerksordnung).10
  • Installateurverzeichnis: Arbeiten an elektrischen Kundenanlagen am Netz dürfen grundsätzlich nur Installationsunternehmen ausführen, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind (§ 13 Abs. 2 NAV).7
  • Aufstieg: Elektrotechnikermeister/in, Techniker/in für Elektro- oder Gebäudesystemtechnik, Spezialisierungen etwa für intelligente Gebäudetechnik oder Ladeinfrastruktur der Elektromobilität.9

Warum Elektriker so gefragt sind

2025 kamen in Deutschland 16,4 Gigawatt Solarleistung hinzu; installiert sind rund 117 GW, das Ausbauziel liegt bei 215 GW bis 2030.6 Laut Frühjahrsumfrage des Zentralverbands der E-Handwerke waren die Betriebe 2025 an der Installation von rund 205.000 Wärmepumpen beteiligt (2024: 160.000) und installierten 355.000 Photovoltaikanlagen und 360.000 Ladepunkte.11 Der Anteil der Privatkunden am Umsatz stieg zuletzt auf 40,7 %.7

Die E-Handwerke (Elektrotechnik, Informationstechnik, Elektromaschinenbau) zählen nach vorläufigen Zahlen für 2025 rund 49.100 Unternehmen mit 575.000 tätigen Personen, darunter 46.400 Auszubildende, und 88,2 Mrd. € Umsatz.12

So läuft die Nachbesetzung mit HUNTWORKER

Kündigt ein abgesicherter Elektroniker oder Elektromeister, melden Sie den Fall innerhalb von 7 Werktagen im Kundenbereich. Im Briefing klären wir:

  • Einsatzfeld: Gebäudeinstallation, PV und Speicher, Wärmepumpen-Anschluss, Ladeinfrastruktur, Gebäudeautomation, Service
  • Qualifikation: Geselle, verantwortliche Elektrofachkraft oder Meister
  • Baustellen- oder Kundendienstbetrieb, Fahrtgebiet, Firmenwagen, Bereitschaft
  • Gehaltsrahmen im Vergleich zum Markt

Dann schalten wir Anzeigen, sprechen Elektrofachkräfte aktiv an, führen Telefoninterviews und stellen Ihnen nur passende Kandidaten vor. Eine höherwertige Nachbesetzung (z. B. Meister statt Geselle) ist im Tarif Meisterschutz ohne Aufpreis möglich; in Basis und Plus kostet sie einmalig 500 €. Details auf der Tarifseite.

Tipps: So finden Sie schneller Elektriker

  1. Gegen die Industrie bestehenNennen Sie, was Ihr Betrieb bietet und große Arbeitgeber oft nicht: kurze Wege, abwechslungsreiche Projekte, sichtbare Ergebnisse, Verantwortung früh.
  2. Zukunftsthemen zeigenPV, Speicher, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur sind für viele Elektriker ein Grund zu wechseln – inklusive Weiterbildung.
  3. Gehaltsspanne in die AnzeigeOrientieren Sie sich am Median oben; eine konkrete Spanne schafft Klarheit für beide Seiten.
  4. Aktiv ansprechenBei weniger Arbeitslosen als offenen Stellen reicht Warten auf Bewerbungen selten aus.
  5. Früh startenDie Kündigungsfrist ist Ihr Vorsprung: Geselle kündigt – was tun?

Häufige Fragen

Was verdient ein Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik?

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Stand 31.12.2025) liegt das mittlere Bruttomonatsentgelt (Median) in Vollzeit bei 3.935 Euro; die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.335 und 4.738 Euro. Auf Meister- und Aufsichtsebene der Elektrotechnik liegt der Median bei 5.744 Euro.

Wie lange dauert es, einen Elektriker zu finden?

Nach der Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit ist die Hälfte der gemeldeten Stellen in der Bauelektrik nach 109 Tagen besetzt (Median). Im Durchschnitt dauerte die Besetzung in der Berufsgruppe Energietechnik zuletzt rund 227 Tage.

Ist Elektroniker ein Engpassberuf?

Ja. Die Bundesagentur für Arbeit führt die Berufe in der Bauelektrik in ihrer Fachkräfteengpassanalyse 2025 als Engpassberuf. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (KOFA) hatte die Bauelektrik 2025 mit 16.270 fehlenden Fachkräften die größte Lücke aller Handwerksberufe.

Wie hoch ist der Mindestlohn im Elektrohandwerk?

Das allgemeinverbindliche Branchenmindestentgelt im Elektrohandwerk beträgt seit Januar 2026 14,93 Euro pro Stunde, ab Januar 2027 15,49 Euro und ab Januar 2028 16,10 Euro. Fachkräfte verdienen in der Regel deutlich mehr.

Ihr Elektro-Team absichern, bevor jemand kündigt.

Fester Jahresbeitrag ab 349 €, im Leistungsfall nur die vereinbarte Selbstbeteiligung – keine Provision vom Jahresgehalt.

Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik, Stand 31.12.2025 – web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/15636
  2. Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Elektrotechnikermeister/in (Aufsichtskräfte Elektrotechnik), Stand 31.12.2025 – web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/2738
  3. KOFA Kompakt 7/2026 „Fachkräftesicherung im Handwerk“, Institut der deutschen Wirtschaft, Juni 2026 – kofa.de (PDF)
  4. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025 (Mai 2026), Berufsgattung 2621 und 2639 – statistik.arbeitsagentur.de
  5. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Gemeldete Arbeitsstellen nach Berufen (Engpassanalyse), Deutschland, Berichtsmonat 09/2026 (Zeitraum 10/2025–09/2026), Berufsgruppe 262 – Tabelle (xlsx)
  6. Bundesnetzagentur, Pressemitteilung zum EEG-Ausbau 2025, 08.01.2026 – bundesnetzagentur.de
  7. ZVEH, Herbstkonjunkturumfrage der E-Handwerke, 08.10.2026, und Pressemitteilung vom 08.09.2026 (Installateurverzeichnis) – zveh.de
  8. ZVEH, Branchenmindestentgelt im Elektrohandwerk – zveh.de/die-e-handwerke/branchenmindestentgelt.html
  9. BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit: Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik – web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/15636
  10. Handwerksordnung, Anlage A (zulassungspflichtige Handwerke) – gesetze-im-internet.de
  11. ZVEH-Frühjahrskonjunkturumfrage 2026, berichtet von Solarserver, 20.03.2026 – solarserver.de
  12. ZVEH, Wirtschaftliche Kennzahlen der E-Handwerke (vorläufig 2025, Stand April 2026) – zveh.de

Median: Hälfte der Werte darüber, Hälfte darunter. Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der Vakanzzeit: Ø aller abgeschlossenen Vakanzen; er liegt wegen langer Einzelfälle deutlich über dem Median. Abgerufen im Oktober 2026.